Projekt „Au Tour du Mont-Blanc“

Erneuerbare Energien

Die Renovierung der Casermetta ist Teil der konkreten, vom Espace Mont-Blanc, unternommenen Tätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, das Wissen über das Naturerbe zu fördern und die Öffentlichkeit hinsichtlich der Achtung der Umwelt zu sensibilisieren. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet erschien die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zur Energieversorgung der Einrichtung als wesentlich. Dies bringt Folgendes mit sich:

  • Keine CO2-Emission;
  • Keine Emission von Stickstoffoxiden, Schwefel und Feinstaub;
  • Geringerer Bedarf an Infrastrukturen für den Energietransport.

Die saubere Energie, die für den Betrieb der Einrichtung nötig ist, wird mit Folgendem erzeugt:

  • Mikrowasserkraftwerk;
  • Thermische Solaranlagen;
  • Photovoltaische Solaranlagen.

Mikrowasserkraftwerk
Hierbei handelt es sich um ein Kraftwerk, das die Energie des auf eine Turbine geleiteten Wassers nutzt. Dank des Wasserantriebs setzt die Turbine einen Generator in Bewegung, der die Bewegung in elektrische Energie umwandelt. Das einmal im Mikrokraftwerk verwendete Wasser wird dann wieder seinem natürlichen Lauf zugeführt, da seine chemisch-physikalischen Eigenschaften keine Veränderung erfahren. Dieses Produktionssystem kann nur in einigen Zeitabschnitten des Jahres verwendet werden, wenn ausreichend Wasser von der Dora-Quelle in Vény vorhanden ist. Daher ist die Casermetta mit einem gemischten Energieversorgungssystem ausgestattet, das auch auf Solarzellen beruht.

Die Solarzellen
Sonnenenergie ist die verbreitetste Energiequelle auf der Erde: Erneuerbar, verfügbar, kostenlos und in einer Menge vorhanden, die weit über dem Energiebedarf der Weltbevölkerung liegt. Die direkte Folge aus der Verwendung von Solarzellen ist die Ersparnis von Brennstoffen und elektrischer Energie, die in Italien zu 84% aus Kohlenwasserstoffen gewonnen wird. Mit den Solarzellen können die Sonnenstrahlen in Energie umgewandelt werden. Sie werden in thermische und fotovoltaische eingeteilt.

- In den thermischen Paneelen wird die vom Kollektor (Paneel) eingefangene Energie auf eine Wärmeträgerflüssigkeit übertragen (eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel), das im Inneren des Kollektors selbst zirkuliert. Diese Flüssigkeit gelangt dann zum Speicher, wo der Wärmeaustausch zwischen der Wärmeträgerflüssigkeit und dem im Speicher enthaltenen Wasser erfolgt. Das im Speicher gesammelte Wasser kann 60-70° C erreichen und als Warmwasser oder zur Gebäudebeheizung verwendet werden.

- Die Fotovoltaikpaneele ermöglichen hingegen die direkte Umwandlung der Sonnenenergie in Strom. Der Name "fotovoltaisch" drückt schon in sich die ganze Bedeutung der Entdeckung aus: „Foto" kommt von Licht, „voltaisch" kommt von Alessandro Volta, dem Erfinder der Batterie. Das Grundelement eines Fotovoltaikpaneels ist die „Photovoltaikkzelle": Eine kleine Platte aus Halbleitermaterial, üblicher Weise  Silizium, das, wird es einmal von der Sonnenstrahlung getroffen, elektrische Energie produzieren kann. Trifft das Sonnenlicht die Zelle, entsteht elektrischer Gleichstrom, gleich groß wie die Energie einer schwachen Batterie. Verbindet man mehrere Zellen entsprechend in Serie und parallel, erreicht man die elektrische Spannung und Leistung, die für die Anlage erforderlich ist. Die erzeugte elektrische Energie liegt normalerweise als Gleichstrom mit Niederspannung vor. Um für die gewöhnlichen Elektrogeräte  verwendet werden zu können, muss der Strom in Wechselstrom zu 220 Volt umgewandelt werden: Dies geschieht über die Verwendung eines Instrumentes, das „Inverter" genannt wird.